Montag, 29. Januar 2018

Albert NORDEN Auszug aus „Ideologische Waffen für Frieden und Sozialismus“ (1964)

Referat auf die 4. Journalistenkonferenz des ZK der SED, 11. Und 12. Dezember 1964
S.8: Die Politik der wir treu bleiben, ist klar: Wir waren, sind und bleiben Vorkämpfer für die Verständigung, für die Annäherung und schließliche Vereinigung der deutschen Staaten. Wir bleiben konsequent bei unsere Politik der Überwindung der deutschen Spaltung, obwohl für ein gutes Leben unserer Bevölkerung, für den weiteren wirtschaftlichen , sozialen und ,kulturellen Aufstieg  der DDR die Wiedervereinigung keine unabdingbare Voraussetzung ist. Wir können auch ohne Wiedervereinigung den sozialistischen Aufbau vollenden und zum Aufbau des Kommunismus übergehen. Wir stellen unseren Perspektivplan bis 1970 und in großen Zügen sogar bis 1980 auf, wobei der Vertrag der DDR und der UdSSR über Freundschaft, gegenseitigen Beistand und Zusammenarbeit unser ökonomischen Fundament festigt und uns Sicherheit gegen jedwede imperialistischen Anschlag gewährt. Das ist die graniten Basis für die Durchsetzung der Interessen des deutschen Volkes in unserem gerechten nationalen Kampf.
An vorderster Stelle unserer nationalen Aufgaben  steht die Sicherung des Friedens für das ganze deutsche Volk und die Verständigung der deutschen Arbeiterklasse und aller demokratischen Kräfte über die Gestaltung des neuen, friedliebenden, demokratischen und fortschrittlichen Deutschlands. Diese Kernfrage der Erhaltung des Friedens liegt die Behandlung aller Detail- und Sachfragen der Wiedervereinigung zugrunde.
Der Politik der atomaren Bewaffnung der Bonner Bundeswehr, die ein Kernstück der imperialistischen Kriegsvorbereitung ist und die Spaltung auf unabsehbare Zeit verewigen würde, setzen wir unseren Kampf um die Sicherung des Friedens, unseren demokratischen Weg zur Wiedervereinigung Deutschlands entgegen. Unter gar keine Umständen wird es eine Wiedervereinigung im Zeichen der Herrschaft des Monopolkapitals, der Revanchepolitik und des Militarismus geben. Es gibt nu eine friedliche und demokratische Wiedervereinigung oder überhaupt keine. Denn die einzige Alternative zur friedlichen und demokratischen Wiedervereinigung wäre ein furchtbarer Bruderkrieg Wahrscheinlich im Rahmen eines Weltkrieges. Solch ein Krieg aber würde Deutschland nicht wiedervereinigen, sondern biologisch auslöschen.
Die nationalen Lebensinteressen aller Deutschen in Ost und West gestattet nur eine solche Wiedervereinigung, die garantiert, daß niemals wieder vom deutschen Boden ein Krieg ausgeht, die keine Unruhe in Europa und in der Welt erzeugt, die die Grenzen anderer  Länder nicht gefährdet, die die  Atombombe bannt, die Rüstung verringert und eine allgemeine und vollständige Abrüstung in Deutschland ermöglicht.
Unter den Bedingungen der Existenz zweier deutsche Staaten und ein besonderes Territoriums Westberlin sind die Sicherung des Friedens in Deutschland und die Überwindung der Spaltung im entscheidenden Maße von einer Verständigung zwischen der SED, der KPD und der SPD, von einer Verständigung und Zusammenarbeit der Gewerkschaften beider deutschen  Staaten abhängig. Ohne Verständigung der Arbeiterparteien und –Organisationen kann  es keine Wiedervereinigung geben. Darum ist der von uns angebotene Verständigungsfrieden zwischen die Arbeiterorganisationen geradezu der Schlüssel zur Lösung der nationalen Frage.
Es ist die Aufgabe und Verantwortung der westdeutschen Werktätigen und aller demokratisch gesinnte Kreise, die Verhältnisse der Bundesrepublik grundlegend zu verändern und für eine  demokratische und friedliche Entwicklung zu sorgen. Diese Aufgabe kann ihnen niemand abnehmen. Was uns betrifft, so helfen wir durch den erfolgreichen Aufbau der DDR, durch die schnelle Entwicklung  ihrer Wirtschaft, ihrer sozialistischen Demokratie und Kultur, unseren geschichtlichen Beitrag zur Vereinigung der deutschen Staaten zu leisten.
Diese Gesichtspunkte, die eben hier entwickelt wurden, müssen jetzt, nicht zuletzt mit Hilfe von Presse, Funk und Fernsehen, zur persönlichen Überzeugung möglicher aller Bürger der DDR werden und auch in das Bewußtsein der westdeutschen Bevölkerung eindringen. Dabei werden wir auch ständig die Arbeitsweise des Gegners studieren, der mit den nationalen Interessen unseres Volkes Schindluder treibt und hinter einer nationalistischen Phraseologie eine national-mörderische Konzeption zu verbergen sucht… … …
Nadja sagt: Es hat wortwörtlich Jahre gedauert ehe ich dieser Redenauszug endlich veröffentlicht habe. Ich hoffe und wünsche daß es helfen wird die antiimperialistische Flamme in manche deutschen Herzen auf zu lodern. Es ist Teil meines Diskussionsbeitrages zur Diskussionsrunde „Gibt es eine einheitliche deutsche Nation?“  in Sascha’s Blog. Ich fand dort leider sehr wenig Zustimmung. Vielleicht kommt noch einen Echo von dort, ob  nicht dann  eben nicht, kann ich auch nicht weiter helfen. . 

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