Freitag, 23. März 2018

L.Pribytkowa: Braucht Nordkorea Atomwaffen? (1.Teil)

Veröffentlicht am 15. Oktober 2015von sascha313
Kommunisten-online 16. April 2013 – Vor fünfzig Jahren hat der Gründer der Koreanischen Volksdemokratischen Republik Kim Ir Sen, als er das Land wieder herstellte, das von der vieljährigen japanischen Besatzungszeit und der amerikanischen Intervention von 1950-1953 zerstört worden war, das Volk zum Aufbau eines neuen sozialistischen Staates geführt und die Losung – „In einer Hand das Gewehr, in der anderen Hammer und Sichel“ hervorgebracht. Die Weisheit dieser Losung ist offensichtlich: Eine Revolution ist nur dann etwas wert, wenn sie sich zu verteidigen versteht.
Aber in einem halben Jahrhundert hat sich vieles geändert. Als gegen Ende des 20.Jahrhundert in der UdSSR und den Ländern Osteuropas die bürgerliche Konterrevolution geschah, hat sich das politische Kräfteverhältnis in der Weltarena auf gründliche Weise verändert. Das sozialistische Weltsystem hörte auf zu existieren, die gut eingestellten Wirtschaftsbeziehungen zwischen den sozialistischen Ländern wurden zerstört, es vollzog sich ein heftiger Absturz ihrer Wirtschaften und die materielle Lage der Menschen verschlimmerte sich. Die KVDR war da keine Ausnahme.
Der soziale Fortschritt der menschlichen Gesellschaft kam zum Stillstand. Die Revanche erfaßte den globalen Imperialismus, der heute von den USA angeführt wird – als ein pro-faschistischer Staat, der auf dem Planeten über ein Netz von mehr Tausend Militärstützpunkten mit modernen, einschließlich nuklearer, Waffen verfügt. Gerade deshalb sind die Stimmen der Politiker, der progressiven Denker aus Kanada und Rußland, Belgien und Israel, Deutschland und Frankreich, die die Frage positiv beantworten ob Nordkorea Kernwaffen braucht, ein Lichtstrahl. in einer sich verdunkelnden Welt

Der psychologische Krieg gegen die KVDR
Die westlichen Massenmedien können mit ihren Lügen von einer angeblich „aggressiven“ Einstellung der nordkoreanischen Politiker, ihren „provokatorischen“ Entscheidungen, von einem drohenden Krieg nicht alle verdummen … Der Psychologische Krieg gegen Nordkorea hat sich bis ans Limit verschärft. Informationen über die Ereignisse in der KVDR werden meistens verzerrt, die Kommentare sind abfällig, und sie werden größtenteils mit Ironie oder Verhöhnung, die Realitäten feindselig interpretierend, wiedergegeben. Das offizielle Rußland hat eine unverhohlen speichelleckerische Haltung gegenüber den amerikanischen Neofaschisten eingenommen. Deshalb ist vom Fernsehen und vom Rundfunk die Wahrheit über die Ereignisse in Korea nicht zu erwarten.

In März 2013 trat das Staatsoberhaupt der KVDR Kim Tschen Yn auf einem Plenum des ZK der Partei der Arbeit Koreas auf und sagte: „Die Notwendigkeit eines parallelen wirtschaftlichen Aufbaus und des Aufbaus nuklearer Streitkräfte wird diktiert von der entstandenen Situation.“ Wenn man einen aufmerksamen und unvoreingenommenen Blick auf die moderne Welt wirft, über die Gesetzmäßigkeiten der gesellschaftlichen Entwicklung nachdenkt und die komplizierter werdenden internationalen Beziehungen analysiert, so ist die Aktualität und Weisheit dieser Entscheidung der Führung der KVDR offensichtlich.

Die Wahrheit über die Lage in Korea
Wenn Sie, liebe Leser, die Wahrheit über die Lage auf der koreanischen Halbinsel erfahren wollen, wenn Sie bis zu den Wurzeln vordringen und verstehen wollen, von wem die Gefährdung des Friedens auf der Erde ausgeht, und wer das koreanische Volk mit Krieg bedroht, so lesen Sie die Artikel des bekannten kanadischen Politologen und talentierten Publizisten Stephen Gowans. Während der letzten Jahre hat er zehn gute Artikel über das schwierige Schicksal des koreanischen Volkes und über seine gegenwärtigen Feinde geschrieben, die sein Leben und die Sicherheit ihres Landes bedrohen. Auch die russischsprachige Webseite Juche Songun[1] wird Ihnen helfen, zur Wahrheit zu gelangen.
Die explosive Situation auf der Koreanischen Halbinsel ist heute nicht die emotionale Frucht der koreanischen Marschälle, die angeblich aufgehört haben „mit dem Kopf zu denken“, sind nicht die Intrigen irgendwelcher in die Führung der KVDR eingedrungener Provokateure, wie es einige in Rußland nennen, die sich als „Bolschewiken“ bezeichnen. Heute sind die Beschlüsse des ZK der Partei der Arbeit Koreas und der Führung der Koreanischen Volksarmee von der objektiven Notwendigkeit diktiert. Schon vor 65 Jahren haben die blutigen Schuhe der amerikanischen „Friedensstifter“ die koreanische Heimat zertreten. Außer unendlichem Leid hat diese Zeit der USA dem koreanischen Volk nichts gebracht, wie im Übrigen auch den anderen Völkern der Erde. Noch lebt im Gedächtnis der Koreaner der furchtbare Krieg, den die verfluchten Yankees auf koreanischem Boden geführt haben. Von 1950 an bis zum Jahre 1953 wüteten die Amerikaner buchstäblich in Korea. Sie zerstörten 80 Städte und Tausende Dörfer, 600.000 Wohnhäuser und etwa 9.000 Industriebetriebe. 3 Millionen Menschen wurden Opfer der amerikanischen Intervention. Auf Korea haben die USA mehr Bomben abgeworfen, als auf Deutschland in den Jähren des Zweiten Weltkriegs.

Eine moderne Form der Blockade
Heute gibt es auf koreanischem Boden keinen Krieg. Aber es gibt auch keinen Frieden. Die USA haben auf die Unterzeichnung eines Friedensvertrages verzichtet. Sie haben die kämpfenden Seiten gezwungen, ein Waffenstillstandsabkommen zu unterzeichnen, das tatsächlich eine leere Formalität darstellt. Erstens, weil die Truppen der USA vom Territorium Koreas nicht abgezogen wurden. Zweitens, weil sich die USA seit Jahrzehnten ständig einmischen, weil sie zusammen mit südkoreanischen Satelliten subversive Tätigkeit, Spionage und Wirtschaftskrieg führten und mehrfach mit einem militärischen Überfall und einem nuklearen Angriff drohten. Keinesfalls soll das kommunistische Korea ein Beispiel für andere Länder werden.
In einem analytischen Artikel „Warum braucht Nordkorea Kernwaffen?“[2], der auf vielen Webseiten veröffentlicht wurde, betont Stephen Gowans, daß das Land unter ständiger Belagerung, unter dem Regime einer modernen Form von Blockade lebt. Sein Leben wird reglementiert von Dutzenden kommerzieller, finanzieller, militärischer und außenpolitischer Sanktionen, die tatsächlich auf die Vernichtung des unnachgiebigen, sich den Amerikanern nicht ergebenden Staates gerichtet sind. Die Sanktionen beinhalten Beschränkungen auf den Warenexport und auf Dienstleistungen, das Verbot des größten Teils der ausländischen Hilfe, das Verbot der Finanzierung von Exporten und Importen, das Verbot von Importen aus Nordkorea, die Blockierung jedweder Kredite bzw. der Finanzierung durch internationale Finanzinstitute, das Verbot der staatlichen Subventionierung von Lebensmitteln und Medikamenten für den Export nach Nordkorea, das Verbot von Import- und Exportoperationen, die mit Transport verbunden sind …

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