Freitag, 9. März 2018

Rede des Genossen G.M. Malenkow auf der Trauerkundgebung in Moskau am 9.März 1953


Auf der Trauerkundgebung zu Ehren des  Gedenkens an Josef  Wissarionowitsch Stalin auf dem Roten Platz in Moskau  am Montag hielt der Vorsitzenden des  Ministerrats der UdSSR und Sekretär der Kommunistischen Partei der Sowjetunion, L.P. Georgi Maximilianowitsch Malenkow, folgende  Rede:

Liebe Mitbürger, Genossen, Freunde!
Liebe ausländische Brüder!
Unsere Partei, das Sowjetvolk, die gesamte Menschheit, haben einen außerordentlich schweren unwiederbringlichen Verlust erlitten. Unser Lehrer und Führer, der größter Genius der Menschheit, Josef  Wissarionowitsch Stalin, hat seinen ruhmreichen Lebensweg beendet.
In diesen schweren Tagen teilt die gesamte fortschrittliche Menschheit den tiefen Schmerz des Sowjetvolkes. Der Name Stalin ist den Sowjetmenschen, den breitesten Volksmassen in allen Teilen der Welt unendlich teuer. Unermeßlich ist die Größe und die Bedeutung des Wirkens des Genossen Stalin für das Sowjetvolk und für die Werktätigen aller Länder.  Das Werk  Stalins wird durch die Jahrhunderte leben, und die dankbaren Nachfahren werden ebenso wie wir den Namen Stalin preisen.
Genosse Stalin weihte sein Leben der Befreiung der Arbeiterklasse und aller Werktätigen von der Unterdrückung und Knechtung durch die Ausbeuter, der Erlösung der Menschheit  von den Vernichtungskriegen, dem Kampf für ein freies und glückliches Leben auf Erden für das schaffende Volk.
Genosse Stalin, der große Denker unserer Epoche hat die Lehre  des Marxismus-Leninismus unter den neuen historischen Verhältnissen schöpferisch weiterentwickelt. Der Name Stalin steht  mit Recht neben den Namen der Größten der gesamten Menschheit – Marx, Engels, Lenin.
Unsere Partei läßt sich von der großen Lehre des  Marxismus-Leninismus leiten, die der Partei und dem Volke unüberwindbare Kraft und die Fähigkeit verleiht, neue Wege in der Geschichte zu bahnen.
Lenin  und Stalin führten viele Jahre lang unter den schwersten Bedingungen der Illegalität den Kampf für die Befreiung der Völker Rußlands von dem Joch der Selbstherrschaft, von der Unterdrückung durch die Gutsbesitzer und Kapitalisten. Unter der Führung Lenins und Stalins hat das Sowjetvolk die größte Umwälzung in der Geschichte der Menschheit vollbracht, der kapitalistischen Gesellschaftsordnung in unserem Lande  ein Ende gesetzt und einen neuen Weg – den  Weg des Sozialismus – eingeschlagen.   
Genosse Stalin setzte das Werk Lenins fort und entwickelte die Leninsche Lehre unablässig weiter, die der Partei und dem Sowjetstaat den Weg in erhellte, und führte Land damit  zu den welthistorischen Sieg des Sozialismus, was zum ersten Male im Laufe der vielen Jahrtausende des Bestehens der menschlichen Gesellschaft die Beseitigung der Ausbeutung des Menschen durch den Menschen ermöglichte.
Lenin und Stalin gründeten den ersten Arbeiter- und Bauernstaat der Welt – unseren Sowjetstaat. Unermüdlich arbeitete Genosse Stalin an der Festigung des Sowjetstaats. Die Stärke und die Macht unseres Staates sind die wichtigste Voraussetzung für den erfolgreichen Aufbau des Kommunismus in unserem Lande.
Es ist unsere heilige Pflicht, auch weiterhin unseren großen sozialistischen Staat, das Bollwerk des Friedens und der Sicherheit der Völker, unablässig und in jeder Weise zu festigen.
Mit den Namen des Genossen Stalin ist die Lösung einer der schwierigsten Fragen in der Entwicklungsgeschichte der Gesellschaft, der nationale Frage verknüpft. Größter Theoretiker der nationalen Frage, sicherte Genosse Stalin erstmalig in der Geschichte in einem riesigen Nationalitätenstaat die Beseitigung des jahrhundertealten nationalen Haders.  Unter der Führung des Genossen Stalin überwand unsere Partei die wirtschaftliche und kulturelle Rückständigkeit der früher unterdrückten Völker zu einer einigen brüderlichen Familie zusammen, schmiedete sie die Freundschaft der Völker.
Unsere heilige Pflicht ist es, die Einheit und Freundschaft der Völker des Sowjetlandes, den sowjetischen Nationalitätenstaat weiter zu festigen. Angesichts der Freundschaft der Völker unseres Landes schrecken uns  keine Feinde – weder innere noch äußere.
Unter der unmittelbaren Führung des Genossen Stalin wurde die Sowjetarmee geschaffen, ist sie gewachsen und erstarkt. Die Festigung der Verteidigungsfähigkeit des Landes und die Stärkung der sowjetischen Streitkräfte waren Gegenstand der unermüdlichen Sorge des Genossen Stalin. Geführt von ihrem großen Feldherrn, Generalissimus Stalin, hat die Sowjetarmee den historischen Sieg im zweiten Weltkrieg errungen und die Völker Europas und Asiens von  der Gefahr der faschistischen Versklavung gerettet.
Unsere heilige Pflicht ist es, die mächtigen sowjetischen Streitkräfte in jeder Weise zu stärken. Wir müssen sie in Kampfbereitschaft halten, um jeglichen Überfall des Feindes mit einer vernichtenden Abfuhr zu begegnen.
Durch das unermüdliche Wirken des Genossen Stalin und nach den von ihm ausgearbeiteten Plänen hat unsere Partei das früher  rückständige Land in eine gewaltige Industrie- und Kolchosmacht verwandelt, und eine neue Wirtschaftsordnung geschaffen, die keine Krisen und keine Arbeitslosigkeit kennt.
Unsere heilige Pflicht ist es, das weitere Blühen der sozialistischen Heimat zu gewährleisten. Wir müssen die sozialistische Industrie, das Bollwerk der Macht und der Stärke  unseres Landes, in jeder Weise entwickeln. Wir  müssen die Kolchosordnung in jeder Weise festigen, den weiteren Aufschwung und das Gedeihen der Kolchosen des  Sowjetlandes erreichen, das Bündnis  der Arbeiterklasse mit der Kolchosbauernschaft festigen.
In der Innenpolitik ist es unsere Hautaufgabe, den Wohlstand der  Arbeiter, Kolchosbauern, der Geistesschaffenden, aller Sowjetmenschen ständig weiter zu heben. Gesetz für unsere Partei und Regierung ist die Pflicht, unermüdlich für das Wohl des Volkes, für die maximale Befriedigung seiner materiellen und kulturellen Bedürfnis zu sorgen.
Lenin und Stalin schufen und stählten unsere Partei als die große umgestaltende Kraft der Gesellschaft. Genosse Stalin lehrte sein ganzes Leben lang, daß es nichts Erhabeneres gibt als den Namen Mitglied der Kommunistische Partei. In hartnäckigen Kampf gegen die Feinde verteidigte Genosse Stalin die Einheit und eherne Geschlossenheit der Reihen unserer Partei.
Unsere heilige Pflicht ist es, die große Kommunistische Partei auch weiterhin zu festigen. Die Kraft und die Unbesiegbarkeit unserer Partei liegen in der Einheit und Geschlossenheit ihrer Reihen, in der Einheit von Willen und Tat, in der Fähigkeit der Parteimitglieder, ihren Willen mit dem Willen und den Wünschen der Partei in Einklang zu bringen. Die Kraft und Unbesiegbarkeit unserer Partei liegen in der untrennbaren Verbundenheit mit den Volksmassen. Die Grundlage der Einheit von Partei und Volk ist der stetige Dienst der Partei für die Interessen des Volkes. Wir müssen die Einheit der Partei wie unseren Augapfel  hüten, die untrennbare Verbundenheit der Partei mit dem Volk weiter festigen, die Kommunisten und alle Werktätigen im Geiste hoher politischer Wachsamkeit, im Geiste der Unversöhnlichkeit und Härte im Kampfe gegen die inneren und äußeren Feinde erziehen.
Unter der Führung des großen Stalin wurde das mächtige Lager des Friedens, der Demokratie und des Sozialismus geschaffen. In diesem Lage schreiten in enger brüderlicher Einheit  gemeinsam mit dem Sowjetvolk das große chinesische Volk, die Brüdervölker Polens, der Tschechoslowakei, Bulgariens, Ungarns, Rumäniens, Albaniens, der Deutschen Demokratischen Republik und der Mongolischen Volksrepublik vorwärts. Das heldenhafte koreanische Volk verteidigt in hartnäckigem Kampf die Unabhängigkeit seiner Heimat. Muti kämpft das Volk Vietnams für Freiheit und nationale Unabhängigkeit.   
Unsere heilige Pflicht ist es, die bedeutendste Errungenschaft  der Völker, das Lager des Friedens, der Demokratie und des Sozialismus zu hüten und zu stärken, die Bande der Freundschaft  und der Solidarität der Völker der Länder des demokratischen Lagers zu festigen. Wir müssen die ewige, unverbrüchliche Freundschaft der Sowjetunion mit dem großen chinesischen Volk, mit den Werktätigen aller Länder der Volksdemokratie in jeder  Weise festigen.
Für die Völker aller Länder ist Genosse Stalin der große Bannerträger des Friedens. Die größten Bemühungen seines Genius  richtete Genosse Stalin darauf, den Frieden für die Völker aller Länder zu bewahren. Die Außenpolitik des Sowjetstaates, die Politik des Friedens und der Völkerfreundschaft ist das entscheidende Hindernis für die Entfesselung eines neuen Krieges, und entspricht den ureigensten Interessen aller Völker. Die Sowjetunion trat und tritt stets  für die Verteidigung des  Friedens ein, denn ihre Interessen sind von der Sache des Friedens in der ganzen Welt nicht zu trennen. Die Sowjetunion verfolgte und verfolgt eine konsequente Politik der Erhaltung  und Festigung des Friedens, eine Politik , des Kampfes gegen die Vorbereitung und Entfesselung eines neuen Krieges, eine Politik der internationalen Zusammenarbeit und Entwicklung von sachlichen Beziehungen zu aller Ländern, eine Politik, die von dem Lenin-Stalinschem Leitsatz von der Möglichkeit eines langwährenden Nebeneinanderbestehens und des friedlichen Wettbewerbes der zwei verschiedenen Systeme, des kapitalistischen  und des sozialistischen, ausgeht. 
Der große Stalin erzog uns im Geiste des grenzenlos ergebenen Dienens an den Interessen des Volkes. Wir sind treue Diener des Volkes, und das Volk will den Frieden und haßt den Krieg.  Heilig sei uns allen der Wunsch des Volkes, nicht zuzulassen daß das Blut von Millionen Menschen vergossen wird, und d er Wunsch, den friedlichen Aufbau eines glücklichen Lebens zu sichern!
Auf dem Gebiete der Außenpolitik ist es unser Hauptanliegen, es nicht zu einem neuen Krieg kommen zu lassen und mit allen Ländern in Frieden zu leben. Die Kommunistische Partei der Sowjetunion und die Sowjetregierung sind der Auffassung, daß die richtigste, notwendigste und gerechteste Außenpolitik  die auf gegenseitigem Vertrauen beruhende  Politik des Friedens, zwischen allen Völker ist, eine wirksame Politik, die sich auf Tatsachen stützt und durch die Tatsachen bestätigt ist. Die Regierungen müssen ihre Völkern treu dienen, die Völker aber dürsten nach Frieden und verfluchen den Krieg. Zu Verbrechern würden jene Regierungen werden, die versuchen sollten, die Völker zu betrügen, und die gegen den  heiligen Wusch der Völker, den Frieden zu erhalten und ein neues blutiges Gemetzel nicht zuzulassen, auftreten werden. Die Kommunistische Partei und die Sowjetregierung vertreten den Standpunkt, daß die Politik des Friedens zwischen den Völkern die einzig richtige und den  Lebensinteresse aller Völker entsprechende Politik ist.
Genossen! Das Hinscheiden unseres Führers  und Lehrers, des großen Stalin, legt allen Sowjetmenschen die Pflicht auf, ihre Anstrengungen bei der Verwirklichung der vor dem  Sowjetvolk erstehenden  grandiosen Aufgaben zu vervielfachen und ihren Beitrag zur gemeinsamen Sache  der Errichtung  der kommunistischen Gesellschaft, der Stärkung der Macht und der Verteidigungsfähigkeit unserer  sozialistischen Heimat zu erhöhen.
Die Werktätigen der Sowjetunion sehen und wissen, daß unsere mächtige Heimat neuen Erfolgen entgegen schreitet. Wir verfügen über alles, was wir zur Errichtung einer vollendeter kommunistischen Gesellschaft brauchen.
In festen Glauben an seine unversiegbaren Kräfte und Möglichkeiten verwirklicht das Sowjetvolk das große Werk des Aufbaus des Kommunismus. Es gibt in der Welt keine Kräfte, die imstande wären, den Vormarsch der Sowjetgesellschaft zum Kommunismus aufzuhalten!
Lebe wohl, unser Lehrer und Führer, unser teurer Freund, geliebter Genossen Stalin!
Vorwärts auf dem Wege zum vollen Triumph der großen Sache Lenins und Stalins!
SVZ II/16/8 – D 28/53
Siehe auch:  Rede L.P. BERIJA auf der Trauerkundgebung  http://politiekencultuur.blogspot.be/2012/03/05031953-ableben-jw-stalin.html
Dieselbe Broschüre enthält auch die Trauerrede von  W.M. MOLOTOW sowie das Telegramm  des ZK  der SED. Zugabe: http://politiekencultuur.blogspot.be/2009/03/5marz-1953-ableben-von-jw-stalin.html

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